SINOWATER-Pilotanlage in Shenyang mit erfolgreichem Einfahrbetrieb

Im Rahmen des Teilprojektes „T1-Upgrading kommunaler Kläranlagen“ im BMBF-Projekt SINOWATER konnte im November 2017 der Einfahrbetrieb einer deutschen Pilotanlage auf der Kläranlage in Shenyang erfolgreich abgeschlossen werden. Die Anlage, die im Pilotbetrieb mit kommunalem Abwasser bisher sehr zufriedenstellende Reinigungsergebnisse im Hinblick auf die wichtigen Summaenparameter erzielen konnte, besteht aus folgenden Prozessschritten der weitergehenden Abwasserbehandlung:

  • Ultrafiltration im Membranbioreaktor (MBR), MBR
  • Adsorption durch pulverförmige Aktivkohle,
  • Ozonung vor oder nach biologischer Behandlung und
  • Adsorption mit granulierter Aktivkohle.

Gemeinsam mit dem Industriepartner i+f process (Herrn Markus Acklau) waren unsere Kollegen Yunbo Yun und Jochen Schunicht (FiW) vom 07.-17.11.2017 in Shenyang, um den Einfahrbetrieb abzuschließen, labortechnische Vorversuche für die nächste Phase durchzuführen und für den Winterbetrieb die Frostsicherung der Vorlagebehälter und aller zu- und ablaufenden Rohrleitungen herzustellen. In dieser Zeit fand außerdem der Wechsel des betreuenden Studierenden der Pilotanlage statt: Felix Schmalenbach wurde nach 3,5 Monaten durch Maximilian Roß abgelöst, der im Rahmen seiner Bachelorarbeit die Abschlussphase vor Ort betreuen wird. Dabei wird innerhalb des SINOWATER-Teilprojektes „T2 – Neue Ansätze zur Behandlung pharmazeutischer Abwässer“ die Pilotanlage mit Pharmaabwasser des Unternehmens „Northeast Pharm“ über einen Zeitraum von 3 bis 4 Monaten beschickt werden.

Alle involvierten deutschen Partner (FiW als Federführer sowie Martin Membrane Systems und i+f process) danken dem örtlichen Kläranlagenbetreiber „Guodian Western Sewage Treatment Plant“ für die bisherige großartige Unterstützung bei der Infrastrukturbereitstellung, Laboranalytik sowie Bestellungsvorgängen und hoffen, dass die installierte deutsche Technologie am Projektende eine belastbare Upgrading-Möglichkeit chinesischen Kläranlagen darstellen wird.

©FiW