Deutsch-Chinesisches Symposium zur Zukunft des Dianchi mit Teilnehmerrekord

Vom 7. – 8. Mai 2018 fand im großen Veranstaltungssaal der Kunming Dianchi Water Treatement Co. Ltd. erneut das deutsch-chinesische Symposium zur Zukunft des Dianchi statt, das bereits im Herbst 2016 an gleicher Stelle stattfand. Die Organisation erfolgte wiederum im Rahmen des BMBF-geförderten SINOWATER-Projekts gemeinsam durch das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW), das Kunming Environmental Protection Bureau (KMEPB) und das Kunming Institute of Environmental Science (KMIES). Hatten 2016 noch 50 Teilnehmer, vor allem aus der Wissenschaft und der chinesischen Partnerorganisationen von SINOWATER aus Kunming teilgenommen, so konnten die Organisatoren 2018 bereits 120 Gäste aus allen relevanten Behörden Kunmings, der Universitäten Yunnans und auch Teilnehmer aus der Nachbarprovinz Sichuan begrüßen.

Die starke Resonanz in der örtlichen Politik wurde durch ein Grußwort des Vizebürgermeisters der Stadt Kunming Wu Tao demonstriert, der beim anschließenden Mittagessen die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern betonte. Von deutscher Seite erfuhr SINOWATER erneut starke Wertschätzung durch die Anwesenheit und das Grußwort des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Chengdu Dr. Klaus Schmidt.

Der fachliche Teil des Symposiums begann mit einer Einführungen sowohl zum Dianchi (Wu Zhaoyang, Kunming Dianchi Administration Bureau), als auch in die deutsch-chinesische  Zusammenarbeit (Prof. Dohmann, FiW) und den Drei-Jahres-Plan der lokalen Behörden (Xiao Ding, KMEPB). Der Nachmittag war der der Verbesserung der Wasserqualität durch technische Aufrüstung gewidmet, wobei dieser Teil stark von den deutschen SINOWATER-Partnern geprägt war, die ihre vorläufigen Ergebnisse bzw. ihre KMU präsentieren konnten.

Am Abend konnten die Teilnehmer die Wirtshausathmosphäre und deutsche Spezialitäten, verfeinert durch chinesische Akzente, im Paulaner Bräuhaus in Kunming genießen. Prof. Dohmann ließ es sich nicht nehmen, den chinesischen Teilnehmern ein Prost zuzurufen und sich für die Gastfreundschaft während des Symposiums mit deutscher Gastlichkeit zu bedanken.

Der zweite Tag des Symposiums war zunächst dem Thema Good Water Governance gewidmet. Neben den SINOWATER-Partnern aus Deutschland konnte hier mit Charlotte Chambard eine Vertreterin des französischen Office International de l’Eau eine zweite europäische Perspektive einbringen. Weiterhin konnten die SINOWATER-Partner am Nachmittag weitere Forschungsergebnisse aus der Flachseenforschung präsentieren, wobei u.a. auch das Thema der Constructed Wetlands, das in China im Allgemeinen und in Kunming im Speziellen eine große Rolle spielt, erneut aufgegriffen werden. Das Symposium endete mit einem offenen Workshop zu den Themen des Symposiums, bei dem offene Fragen und Vorschläge für die Zukunft diskutiert wurden. Dabei zeigte sich, dass das chinesische Interesse an deutschen Ingenieurplanungen enorm groß ist. Weiterhin wurden in diesem Rahmen der Sprecher des Innovationsclusters Major Water Prof. Max Dohmann und der SINOWATER-Koordinator Dr. Paul Wermter eingeladen, als internationale Experten an einer Kommission zum Aufbau von Constructed Wetlands, also Feuchtgebieten, am Dianchi mitzuwirken.

©KMIES