Steinhardt HydroSwitch als wichtiges Etappenziel im Storm Water Management (T3) erzielt

Am Donnerstag den 02. März 2017 trafen sich Dr. Paul Wermter und Herr Florian Rankenhohn (beide FiW) zusammen mit Frau Ran Feng (SiGeWa) mit der Chefingenieurin der Dianchi Invest Frau Hailing Wang in Kunming. Weiterhin waren auf der chinesischen Seite auch die Partner vom Guangzhou Municipial Design and Research Institute und von der Kunming Urban Drainage Company eingeladen.

Der Tag begann mit einem Impulsvortrag von Herrn Wermter über die Siedlungsentwässerung in Deutschland. Dabei wurde den chinesischen Partnern vor allem der auf der konzeptionellen Ebene angesiedelte Generalentwässerungsplan vorgestellt. Die Funktionsweise der deutschen Wasserwirtschaft zu verstehen ist den chinesischen Partnern ein wichtiges Anliegen, um daraus Schlüsse für die eigene Arbeit zu ziehen.

Den zweiten Teil des Tages stellte ein gemeinsamer Workshop dar. Dieser hatte zunächst den Sinn, die zuvor theoretisch angesprochenen Themen am Beispiel des Entwässerungssystems von Kunming zu konkretisieren. Von der konzeptionellen Ebene ging das Gespräch schnell zur konkreten Problemstellung des Storm Water Managements in Kunming über. Hier konnte an die erfolgreichen Gespräche angeknüpft werden, die die Gruppe um  Herrn Wermter seit Oktober mehrfach nach Kunming geführt hatten. Für das von der Dianchi Invest angesprochene Problem, konnte ein passendes Aggregat der deutschen Partnerfirma Steinhardt gefunden identifiziert werden. Die Abwasserweiche, HydroSwitch genannt, trennt das Abwasser in Schmutz- und Regenwasser auf und verringert sowohl die mengenmäßige Überlastung des Abwasserkanals, als auch den Verschmutzungsdruck auf den Dianchi.

Im Anschluss an den gemeinsamen Workshop wurde der ausgewählte Standort  besichtigt, ein erstes Aufmaß genommen und  wichtige Punkte im Einzugsgebiet des zukünftigen Aggregats besichtigt. Die dabei gewonnen Erkenntnisse dienen der weiteren numerische Modellierung ebenso, wie der Gestaltung des neuen Aggregats.

Mit diesem Gespräch und der Auswahl des Aggregatstandortes wurde ein wichtiges Etappenziel im SINOWATER-Teilprojekt zum Storm Water Management erzielt, dass die Situation des Dianchi hoffentlich verbessern wird. Das FiW bringt sich dabei sowohl über die Projekte T3, als auch K2 (zu lesen hier/Link) ein, sowie über das 2017 erneut stattfindende Symposium zur Zukunft des Dianchi, das eine Expertenplattform zur Bewirtschaftung des Sees darstellt.

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