Gespräch im Kunming Institute of Environmental Sciences (KMIES) zur Zukunft des Dianchi Managemnts

Am Mittwoch den 01. März 2017 und am Freitag den 03.03.2017 fanden jeweils Treffen mit den verantwortlichen Partnern für die Erforschung und das Management des Dianchi im Kunming Institute of Environmental Sciences statt. Für die deutsche Seite nahmen Dr. Paul Wermter und Herr Florian Rankenhohn (beide FiW) und Frau Ran Feng (SiGeWa) an den Gesprächen teil. Das Kunming Environmental Protection Bureau, das die behördlichen Aufgaben wahrnimmt, wurde vertreten von Herrn Xiao Xing. Das Kumming Environmental Institute wurde vertreten von Frau Xu Xiamoei und Frau Wu Xue. Alle drei chinesischen Partner unterstützen das SINOWATER Projekt kontinuierlich. Mit dem Treffen konnte an die maßgebliche und gute Zusammenarbeit rund um das letzte Symposium im Oktober angeknüpft werden.
Das Gespräch drehte sich um zwei entscheidende Themen: Zum einen dem Aufbau einer chinesich-deutschen Expertenplattform zur Zukunft des Dianchi und zum anderen dem Teilprojekt K2, welches sich mit dem Management des Sees beschäftigt.
Der Aufbau einer Expertenplattform, der bereits auf dem im Oktober 2016 stattgefundenen Symposium begonnen hatte, ist sowohl für die deutsche, als auch für die chinesische Seite ein wichtiges Anliegen. Neben dem nächsten Symposium, das 2017 stattfinden soll, wurde zudem beschlossen, noch in der ersten Hälfte des Jahres 2017 einen Workshop in Kunming zu organisieren, der Akteure verschiedener Fachbereiche zusammenbringen soll. Die chinesische Seite wünschte sich dabei eine Dreiteilung zu den Themen „Wetlands“, „Sponge City“ und „Upgrading und Steuerung von Kläranlagen“. Interessierte Experten zu diesen Themen sind eingeladen sich unter wermter@fiw.rwth-aachen.de zu melden.

Der zweite Teil des Tages, sowie der Freitag, waren der Vertiefung der Seen-Modellierung des Dianchi gewidmet. Die Datenlage im nördlicheren Teil des Dianchi (Caohai) zu den Nährstoffen Phosphor und Stickstoff wird im Jahr 2017 durch mehrere Probennahmen vertieft werden. Bisher wurden der Caohai auf den Gesamtphosphor bzw. – stickstoff untersucht. Um ein genaueres Bild der Wasserqualität zu erhalten, werden nun die relevanten Phosphor- und Stickstoffparameter gemessen. Weiterhin wird eine räumliche Ergänzung der bisherigen Monitoringstellen erfolgen und auch das Sediment betrachtet werden.

Die geplanten Probenahmen dienen dem vertieften Systemsverständnis des Sees, sowie der Maßnahmenplanung.